Staus, kurzfristige Aufträge, enge Zeitfenster und unterschiedliche Kundenanforderungen machen die Tourenplanung im täglichen Transportgeschäft zunehmend komplex. Gleichzeitig stehen Unternehmen unter hohem Druck, ihre Flotten besser auszulasten, Kosten zu senken und Lieferzusagen zuverlässig einzuhalten. Genau hier setzt Greenplan an: Die Routenplanungs- und Optimierungslösung der EPG (Ehrhardt Partner Group) verbindet leistungsfähige mathematische Algorithmen mit prognostizierten Verkehrsdaten und individuellen Geschäftsregeln. Im aktuellen Gartner® Market Guide for Vehicle Routing and Scheduling 2026 wird EPG mit Greenplan erneut als Representative Vendor genannt.

Der Gartner Market Guide betrachtet Lösungen, die Unternehmen bei der Planung und Steuerung komplexer Transportprozesse unterstützen. Zu den beschriebenen Kernfunktionen gehören unter anderem die Planung in Bezirken, statische und dynamische Tourenplanung, Echtzeit-Routing, Szenariomodellierung und Disposition. Themen wie Nachhaltigkeit, Elektromobilität und die Einbindung in bestehende Flotten- und IT-Strukturen gewinnen zusätzlich weiter an Bedeutung. Greenplan geht bei der Tourenoptimierung deshalb bewusst über eine reine Berechnung der kürzesten Strecke hinaus. Die Lösung berücksichtigt historische und prognostizierte Verkehrsprofile ebenso wie Zeitfenster, verfügbare Kapazitäten, operative Vorgaben und individuelle Geschäftsregeln. Auch überlappende Zustellgebiete können in die Optimierung einbezogen werden. So entstehen Touren, die nicht nur mathematisch effizient sind, sondern sich auch im operativen Tagesgeschäft zuverlässig umsetzen lassen.
„Für uns bestätigt die erneute Nennung als Representative Vendor den praktischen Nutzen, den Greenplan gerade in anspruchsvollen Transportprozessen bietet“, sagt Dr. Clemens Beckmann, CEO von Greenplan. „Unsere Kunden benötigen mehr als die theoretisch kürzeste Route. Sie brauchen Planungen, die ihre Geschäftsregeln berücksichtigen, auf veränderte Bedingungen reagieren und Kosten, Pünktlichkeit und Nachhaltigkeit sinnvoll miteinander verbinden. Genau diese Zielkonflikte optimiert Greenplan mathematisch und hilft Unternehmen, ihre vorhandenen Ressourcen besser einzusetzen.”
Mehr als die kürzeste Strecke
Greenplan ist ursprünglich innerhalb der DHL Group entstanden und wurde in kontinuierlicher Zusammenarbeit mit der Universität Bonn weiterentwickelt. Heute unterstützt die Lösung Unternehmen dabei, komplexe Transport- und Distributionsnetze zu planen und laufend zu optimieren. Greenplan ist in das Transportation Management System der EPG integriert, lässt sich aber ebenso in bestehende IT-Landschaften einbinden. Unternehmen können damit ihre Tourenplanung optimieren, ohne vorhandene Systeme ersetzen zu müssen.
Ein besonderer Ansatz ist die Arbeit mit überlappenden Bezirken. Klassische Tourenplanungen orientieren sich häufig an festen Bezirksgrenzen. Das erleichtert zwar die operative Organisation, kann jedoch dazu führen, dass Fahrzeuge unnötige Umwege fahren oder Kapazitäten in einem benachbarten Gebiet ungenutzt bleiben. Greenplan kann solche Überschneidungen gezielt berücksichtigen und Aufträge dort einplanen, wo sie sich unter Einhaltung der definierten Regeln am sinnvollsten in bestehende Touren integrieren lassen. Auch der Verkehr wird nicht als statische Größe betrachtet. Historische und prognostizierte Verkehrsprofile bilden typische Belastungen zu unterschiedlichen Tageszeiten ab. Dadurch kann Greenplan nicht nur berechnen, welche Strecke grundsätzlich kürzer ist, sondern welche Verbindung zum geplanten Zeitpunkt tatsächlich die bessere Wahl ist.
Neue Potenziale im bestehenden Transportnetz
Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Greenplan richtet sich zunehmend auf Optimierungspotenziale, die über die klassische Tourenplanung hinausgehen. Mit der Fuel & Charge Stop Optimization können beispielsweise Tank- und Ladestopps direkt in die Planung einbezogen werden. Dabei berücksichtigt die Lösung notwendige Umwege, verfügbare Reichweiten sowie dynamische Kraftstoff- und Ladepreise und verbindet diese Faktoren mit der bestehenden Tour.
Mit CargoCrush arbeitet Greenplan an einer Erweiterung, die freie Kapazitäten innerhalb bereits geplanter Transporte mit passenden Spotmarktaufträgen abgleichen soll. Die Lösung analysiert bestehende Touren und verfügbare Transportaufträge nahezu in Echtzeit und identifiziert passende Kombinationen unter Berücksichtigung von Kapazität, Zielregion, Zeitfenstern, Lenkzeiten und der wirtschaftlichen Weiterführung der bestehenden Route. Ziel ist es, Disponenten künftig innerhalb weniger Sekunden konkrete Empfehlungen für zusätzliche Transportaufträge zu liefern und damit ungenutzte Kapazitäten besser wirtschaftlich zu nutzen.
Greenplan verfolgt damit einen durchgängigen Ansatz: Touren sollen nicht isoliert auf möglichst wenige Kilometer optimiert werden, sondern unter den tatsächlichen Bedingungen des Transportbetriebs funktionieren. Das schafft die Grundlage für eine bessere Fahrzeugauslastung, zuverlässigere Planungen und einen effizienteren Einsatz vorhandener Ressourcen.
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