Lexikon
Beim Umschlag im Güterverkehr wechselt das Transportgut (Kiste, Packstück oder Ladeeinheit) von einem Fahrzeug zu einem anderen oder von der Rampe eines Industrie- oder Handelsbetriebs auf ein Fahrzeug. Werden Ladeeinheiten umgeschlagen, spricht man vom kombinierten Verkehr. Werden Ballen, Säcke, Kisten und ähnliche Packstücke in Seehäfen umgeschlagen, spricht man von Stückgutumschlag. Massengut wird in der Regel umgeschüttet oder umgefüllt mithilfe von gutartspezifischer Technik.
Beim direktem Umschlag wird das umzuschlagende Transportgut oder die Ladeeinheit direkt von einem Fahrzeug auf ein anderes umgeladen. Dazu müssen sich aber beide Fahrzeuge und das Umschlaggerät am gleichen Ort befinden. Das schränkt die freie Disposition dieser drei Systemkomponenten erheblich ein.
Beim indirekten Umschlag wird das Transportgut oder die Ladeeinheit vom Fahrzeug abgeladen und auf einem Lagerplatz zwischengelagert, bis das Fahrzeug für den Anschlusstransport verfügbar ist. Dann wird das Transportgut beziehungsweise die Ladeeinheit vom Lagerplatz auf das Versandfahrzeug gesetzt. Dieses System benötigt weit weniger Koordinierungsaufwand, aber eine größere Anzahl einzelner Bewegungsabläufe für die gleiche Grundfunktion.
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